Imago in der Schule 

Kommunikation und Beziehungen bewusst gestalten

Die Imago-Methode kommt ursprünglich aus der Paartherapie und wurde von Harville Hendrix und Helen LaKelly Hunt entwickelt. In Wien wurde Imago von Evelin und Klaus Brehm über die Paartherapie hinaus erweitert und stellt gerade für den pädagogischen Bereich eine wunderbare Bereicherung und enormes Wissen bereit, welches wir Ihnen zur Verfügung stellen möchten.

Imago beschäftigt sich mit Beziehungen. Mit dem Kontakt, der Verbindung zwischen Menschen. Diese geht oftmals plötzlich verloren, bricht ab und wir befinden uns im "reload and shoot - Modus". In einem Modus, in dem es um Rechthaben, die eigenen Meinungen durchsetzen, Gewinnen geht. Während unser Gegenüber etwas sagt, denken wir schon nach, was wir erwidern können. Sind wir dort einmal angelangt, ist es schier unmöglich Andere noch zu hören, zu verstehen oder gar gelten zu lassen. Die wirkliche, empathische Verbindung ist abgebrochen. Wir reagieren mit Stress. Angriff, Verteidigung, Rückzug, Unterwerfung sind dabei unsere Schutzmuster.
Das Resultat ist, dass unsere Aufmerksamkeit und Energie in die Bewältigung dieser abgebrochenen Verbindung fließt und wir alles dafür aufwenden unsere Schutzmuster aufrecht zu erhalten.
Konzentration, Aufnahmefähigkeit, Empathie, Freude und Offenheit, die ich zum Lernen brauche ist nicht möglich bzw. wird das unter Stress Gelernte gemeinsam mit den dabei empfundenen negativen Gefühlen, Eindrücken, Bildern abgespeichert.
 
Bildung braucht also positive Beziehungen.

Egal ob zwischen SchülerInnen, zwischen LeherIn und SchülerIn oder auch zwischen Lehrern: um so weniger wir uns in den Beziehungen fürchten und verteidigen müssen, umso sicherer fühlen wir uns und umso mehr haben wir fürs Lehren und Lernen Platz und sind mit ganzer Präsenz und voller Aufnahmefähigkeit im Hier und Jetzt. 

Als LehrerIn sind Sie mit Ihrer gesamten Energie beim Unterrichten, und spüren (wieder) die Freude an der pädagogischen Arbeit und haben Ihre Kompetenz bei Elterngespräche präsent. 
Als SchülerIn kann ich meine Aufmerksamkeit beim Lernstoff haben und neue Informationen positiv abspeichern und auch wieder abrufen.

Es entsteht eine entspannte Lern- und Lehr- Kultur.